Malle'14

Malle’14

(SU) Lange war es ziemlich ruhig hier auf der Seite, und keiner weiß genau, warum. Andererseits: Was sollte nach Volkers epochaler Monumentalsaga vom glorreichen Sieg der Silberrücken über den MSV zu Dortmund auch noch kommen? Wurde nicht alles gesagt? Sind die Hüpfer unmittelbar danach in die Hall of Fame des Fußballs aufgenommen worden? Durften sich die tapferen Recken gar Hoffnungen machen, in eine der WGs im Löwschen Brasilien-Camp einzuziehen?
Leider nein. Auch nach Heldentaten muss der Alltag ja weitergehen, und der heißt nun einmal nicht Copacabana, sondern Copa del Asche. Maximal vielleicht noch Kunstrasen. Die restliche Saison ist jedenfalls ohne große Vorkommnisse zu Ende gegangen – es gab Siege (einen davon sogar ohne eigenes Dazutun – vielleicht war der Gegner noch so beeindruckt von oben genannter Heldentat), Punkteteilungen und Sonntage, an denen außer dem verdienten Pils nach dem Spiel eher nix zu holen war.
Da das eigentlich letzte Saisonspiel bereits auf das Ende der Winterpause vorverlegt worden war, wurde die Saison standesgemäß mit einem Heimspiel und -sieg abgeschlossen. Mit dem 2:0 gegen den SV Berghofen wurde der 13. Platz in der Abschlusstabelle in Stein gemeißelt, der nach dem dürftigen Saisonstart noch halbwegs versöhnlich stimmt. Zum Spiel nur soviel: Der Sieg war verdient und zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährdet – schwitzen musste Torhüter (!) Andreas hauptsächlich wegen der Torwartklamotten. Wer es unbedingt wissen will: Statistiken lassen sich wie immer hier nachlesen.
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Ungewöhnlich schnell wurde dann die Stätte des finalen Erfolges verlassen – aber natürlich nur aus gutem Grund. Denn Trainer Jan Büchner hatte in bzw. an die schöne Schrebergartenlaube im Schatten des Westfalenstadions geladen, wo Bier und Grillgut auf die von der langen, kraftraubenden Saison ausgemergelten Grashüpfer warteten.
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Nachdem ca. 3 Tonnen Fleisch (Angabe geschätzt) sowie Salate, Baguettes und vegetarische Köstlichkeiten vertilgt waren, ließen die Hüpfer den Abend bei kühlem Gezapften ausklingen.
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Fotos vom späteren Verlauf des Abends, als der Chronist bereits den Ort des Geschehens verlassen hatte, lassen darauf schließen, dass noch der Brennholzvorrat eines gesamten Jahres über den Grill gejagt wurde. Da aber am nächsten Tag in der Lokalpresse nichts von einem verheerenden Brand in der Kleingartenanlage zu lesen war, ist davon auszugehen, dass Mensch, Tier und Schrebergarten unversehrt geblieben sind.
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Also an dieser Stelle noch einmal ein Riesendank an die Herren Büchner für Speis, Trank und temporäre Logis! Das war eine echt gute Sache und das sollten wir öfter machen.
Ebenfalls vielen, vielen Dank an alle, die sich in dieser manchmal schwierigen Saison engagiert haben und sich auch nicht unterkriegen ließen, wenn es mal nicht so gelaufen ist. Hüpf hüpf ins Tor!

Grashüpfer Olpkebach – MSV Dortmund 2:0
Beule – Peter, Roman, Macke, Sebastian, Jan – Carsten, Olivier, Sören, Martin F. – Hannes
Hartmut, Martin H., Volker
Tore : Carsten Schäfer (18.), Sören Demtröder (41.)

(VG) Ein plötzlicher Mangel an jugendlichen Hochleistungssportlern, die gerade an diesem Sonntag zu Mutterns Sauerbraten, unaufschiebbaren Unterrichtsvorbereitungen oder Ausflügen ins Grüne abberufen wurden, machte eine unglaubliche Comebackwelle notwendig. Zwar konnte die Trikottasche noch soeben aus Davids nach Belgien bretternden Boliden gerettet werden, indem Martin Friedrich sich todesmutig vor den Wagen warf, doch dann fiel kurz vor dem Spiel (4.36 Uhr) auch noch Peilo aus, nachdem die morgendliche WG-Backofen-Pommes zu Majolastig ausfiel.

Doch dem, der fragt, gibt es GOTT reichlich. So durften Peter (48), Macke (51), Carsten (43), Hartermartin (43), Hartmut (46) und Volker (45) in längst vergessenen Dachgeschoss- und Kellerkämmerchen nach ihren Sporttaschen kramen und sie mal wieder am Admiralplatz präsentieren. Endlich konnten die „neuen“ grünen Trikots mit den silbernen Rückennummern und den fast vergessenen Namen aus den PE- Verpackungen befreit werden und über die muskelbepackten Oberkörper gestreift werden. Der mitgebrachte Tannenbaumnetztrichter blieb ungenutzt, alle Spieler kamen noch ohne seine Hilfe in die Shirts. Zur Sicherheit wurde aber noch etwas Ibuprophen gegen die Schmerzen geschmissen.

Das Trainergespann Salmen und Harter kamen der samstäglichen Aufforderung Volkers, die da lautete „denkt euch was aus, irgendeine Taktik wie in Rocky 8“, in vollem Umfang nach. Vor Beule und zwar recht dicht vor Beule, platzierten sie eine 5er Abwehrkette mit Macke als Libero und auf deren Schuhspitzen ein 4er Mittelfeld. An der Mittellinie spielte Hannes Vorstopper. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, die nur durch kurze taktische Undiszipliniertheiten zu erklären sind, betraten lediglich Hannes, seine beiden Ersatzbomber Volker und Hartmut, Martin F und Carsten die gegnerische Hälfte. Und Sören, der zur Ausführung des Elfers einen Sonderpassierschein erhielt.

Der marokkanische Sportverein Dortmund besitzt einen spielstarken Kader mit schnellen Leuten, der mit steilen Pässen eine gegnerische Abwehr überrennen kann. Nach 15 Minuten merkten sie, dass sie mit einem Ferrari auf einem münsterländischen Acker standen. Ratlos versackten ihre Spielzüge im feuchten Lehm, den Harter und Salmen in den Grashüpferstrafraum gekarrt hatten. Halbfeldflanken auf Romans Stirn oder in Beules Handschuhe. Ungenaue Pässe in die grün bestutze Beinarmada. Hektische Dribblings ins Aus. Spaß bereitete ihnen das augenscheinlich nicht.

Noch unlustiger wurde es dann, als es Hannes und Carsten gelang, die marokkanische Viererkette auszumanövrieren. Kraftvoll setze sich Erstgenannter bis in den Strafraum durch, um dann den heranpeitschenden rechten Läufer mustergültig zu bedienen. Gekonnt lupfte dieser vor den Augen seiner Söhne Henry und Hanno zur Führung. Dieses Tor hat das Potential noch des öfteren nach Jugendspielen des SV Berghofen geschildert zu werden. Am besten, lieber Henry und lieber Hanno, ihr macht einfach in jedem Spiel zwei Buden, dann habt ihr Ruhe.
An Ruhe fehlte es dann leider den temperamentvollen Südländern in der Folgezeit. Ein hart geführter Faustkampf mit einem sehenswerten Jab unter den Reservisten am Rande ließ die Zuversicht der Hüpferfans steigen. Lustloses Wandern auf dem Platz und wütend zur Ecke geschossene Bälle rundeten die Sache ab. Die MSV Angriffe wurden minütlich ungefährlicher. So ungefährlich wie Hannes Aktion am Treffpunkt von Torauslinie und Strafraumkante. Zum Glück der Hüpfergemeinde riss der gegnerische Torhüter ihn um. Den anschließenden Elfer verwandelte Sören cool und sicher zur 2:0 Halbzeitführung.

„Wir spielen genau so weiter“ sprach Martin also und Hartmut pflichtete ihm bei. Die angeschlagenen Peter und Jan bissen weiter auf die Zähne und rannten bis das Zahnfleisch erreicht war, Martin Friedrich wurde gewogen und man befand, dass er weitere 600 g Gewichtsverlust durch unmenschliche Laufarbeit medizinisch vertragen könnte. Sören hatte weitere 45 Minuten Gelegenheit seinen Trainingsrückstand aufzuarbeiten. Und dann hatte man ja noch 3 Auswechselspieler, die man bedenkenlos in den Kampf schmeißen konnte, denn der Mitbewerber um die 3 Punkte würde heiß wie Frittenfett aus der Kabine kommen. Und genau das taten sie. 5 Minuten lang scharrten sie mit den Hufen, sprinteten auf und nieder und zeigten sehenswerte Tricks am Ball. Dann fiel Hartmut auf, dass er den Schiedsrichter im Kabinentrakt eingeschlossen hatte.

Als die 2. Halbzeit angepfiffen wurde, war das Frittenfett schon wieder sämiger. Das Spiel verlief genau so weiter. Sicher, sonst hätten es die Trainer ja nicht angekündigt. Als 100kg Bomber Hannes seinen Körper durch Beschäftigung einer kompletten Viererkette ausgepowert hatte, übernahm 100 kg Bomber Volker dessen Job und nach diesem kam 100 kg Bomber Hartmut. Mit riesigen Sturmtanks schmeißen wir euch zu, wenn wir wollen. Wir können einen Hummer in Rappervollausstattung mit den Jungs aufwiegen. Wir haben die Klitschkos früher auf dem Pausenhof verprügelt.

Nach und nach verdiente sich noch die Mehrheit der MSVler eine gelbe Karte, für den an diesem Tag unglücklich agierenden Torhüter war es die zweite und somit genoss er nach 75 Minuten hitzefrei. Gerne hätten wir noch den Elfmeterpfiff nach dem klaren Foul an Hartmut gehört, doch für den Schiedsrichter sah es ein bisschen so aus, als ob ein Langstreckenläufer nach getaner Arbeit hinter der Ziellinie zu Boden fällt. Aber auch, wenn der fehlende Schuh an Hartis Fuß als Beweis herhalten konnte, diesen Sprint von der Mittellinie hätte er höchstens noch um eine Strecke erweitern können, die wir als DIN A 4 Querformat kennen.

Die friedhofblonden Routiniers und ihre jungen Freunde spielten ihren Stiefel unaufgeregt runter und vernaschten den Gegner wie eine Tüte Chips oriental beim sonntäglichen Tatort. Die angewandte Taktik stellt hoffentlich nicht die Zukunft des Weltfußballs dar, aber für einen erfolgreichen Sonntagnachmittag mit reiferen Herren war sie die strategisch passende Kleidung.

Ich hatte Spaß, pflichte aber auch Carsten bei, der „das nicht mehr jeden Sonntag braucht“.

Grashüpfer – SuS Hörde II 2:0 (0:0)

Wie heißt es noch so „schön“ in der Fußballberichterstattung? Morgen fragt ja keiner mehr danach, wie das Spiel war, nur das Ergebnis zählt. Kann man so stehen lassen. Wobei: Der Anfang war, wie schon in der letzten Woche, richtig gut. Im Grund genommen hätte das Endergebnis schon nach zehn Minuten stehen können, fast sogar müssen. Aber in der Anfangsphase gingen auch die besten Chancen eben wieder nicht rein, so dass dann irgendwann auch der Gegner aus Hörde zu Chancen kam und das Spiel insgesamt immer schwächer wurde.
In der zweiten Halbzeit tat sich dann lange nichts, auch wenn beide Mannschaften öfter mal mehr und mal weniger gefährlich vor das jeweils gegnerische Tor kamen. Eine knappe Viertelstunde platzte dann endlich der Knoten, als Hannes eine schöne Vorlage von Sturmy am Torwart vobei zum 1:0 einschob. Als kurz vor Schluss Sturmy aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte, war das Spiel entschieden und die Hüpfer konnten sich zu Recht über den dritten Saisonsieg freuen.

Aufstellung
Beule – Macke, Roman, Peilo – Seb, Sturmy, Chrispy, Martin, Oli4 – Art, Jan
Eingewechselt: Hannes, Harti, Sascha

Tore
1:0 (79.) Hannes, 2:0 (90.) Sturmy

Tabelle: An den Hördern vorbeigezogen und damit auf Platz 13

Nächstes Spiel
Und schon wieder geht es gegen Hörde. Am kommenden Sonntag treten die Hüpfer beim VfL Hörde II an. Anstoß im Goystadion ist um 13Uhr.

TuS Eichlinghofen III – Grashüpfer 1:0 (1:0)

Gegen am Ende nur noch sieben Eichlinghofener Feldspieler versäumten es die Grashüpfer, eine der in der zweiten Halbzeit durchaus zahlreichen Chancen zu verwerten und so noch wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Dabei war auffällig, dass mit jeder Herausstellung für Eichlinghofen das Spiel der Hüpfer zerfahrener und unpräziser wurde. Vor allem in der ersten Halbzeit war es ein gutes und ausgeglichenes Spiel. Die Führung für den TuS nach einer guten halben Stunde fiel eher glücklich, als ein Fernschuss bei einem Mitspieler landete, der völlig frei vor dem Tor (und nicht im Abseits) stand und traf. Dumm gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für Roman leider bereits beendet, der nach ca. 25 Minuten mit einem Eichlinghofener zusammenprallte und eine Beule am Kopf davon trug.

In der zweiten Halbzeit übernahm Beule den angestammten Platz im Tor von Uwe, der ebenfalls angeschlagen raus musste. Geprägt wurde das Spiel, neben den häufiger werdenden, teilweise 100%igen Chancen der Hüpfer, nun vor allem durch den Schiedsrichter, der neben zwei Eichlinghofener Spielern auch noch einige Zuschauer vom Platz schickte, wodurch sich eine erhebliche Nachspielzeit ergab. Aber auch die konnte nicht zum Ausgleich genutzt werden. Bleibt als Fazit eigentlich nur der weise Satz von Andy Brehme: „Haste Scheiß am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“

 

Aufstellung

Uwe (2. Hz. Beule) – Macke, Bauer, Roman – Seb, Oli4, Jan Cz., Jan W., Micha – Peilo, Sascha

Eingewechselt: Hannes, Beule, Harti

 

Tor

1:0 (35.)

 

Tabelle: siehe letzte Woche

 

Nächstes Spiel

Am kommenden Sonntag, 23. März, spielen die Grashüpfer zuhause gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn SuS Hörde II.

TSC Eintracht III – Grashüpfer 4:1 (0:0)

Ungefähr eine Stunde lang zeigten die Hüpfer ein richtig gutes Spiel, das vollkommen offen war. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der beide Teams die eine oder andere gute Gelegenheit ausließen, brachte Seb die Hüpfer kurz nach der Pause mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck in Führung. (auch wenn der Fussball.de-Bericht behauptet, das wäre in Halbzeit eins passiert – stimmt aber nicht) Gut zehn Minuten später fiel der Ausgleich, und irgendwie kamen die Grashüpfer dadurch aus dem Tritt. Die ungewöhnliche Wärme tat sicherlich ihr übriges, und mit einigen schnellen Angriffen und Kontern erzielte  Eintracht noch drei weitere Tore, wodurch das Ergebnis um mindestens ein Tor zu hoch ausfiel. In der Schlussoffensive der Hüpfer wollte leider kein weiteres Tor mehr fallen, so dass es bei diesem unerfreulichen Ergebnis blieb. Dagegen erfreulich: Das Saisonfinale ist damit um eine Woche vorverlegt und die Hüpfer haben am Pfingstsonntag frei. Das ist doch auch was.

 

Aufstellung

Beule – Martin, Bauer, Roman – Seb, Sturmy, Jan Cz., Rü, Oli4 – Art, Jan W.

Eingewechselt: Micha, Peilo, Komander

Tore

0:1 (47.) Seb, 1:1 (ca. 55.), 2:1 (ca. 70.), 3:1 (74.), 4:1 (90.)

Tabelle

Wie gehabt: Platz 14

Nächstes Spiel

Am kommenden Sonntag, dem eigentlichen Rückrundenauftakt, treten die Grashüpfer um 13 Uhr beim TuS Eichlinghofen III an.

Vorgezogenes Spiel gegen TSC Eintracht

Achtung, Achtung: Die längste Rückrunde aller Zeiten (gefühlt) hat ein Ende. Am 9. März spielen die Grashüpfer um 15 Uhr beim TSC Eintracht III das erste (weil aus dem Juni vorverlegte) Spiel der Rückrunde. Alle, die laufen können, mögen sich also auf dem schicken neuen Kunstrasenplatz versammeln – alle anderen sind als Schlachtenbummler genauso herzlich willkommen!

 

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